In Gent, Belgien, ging der 23. Internationale Kongress von Panathlon International zu Ende, der unter dem Motto „Panathlon International: 75 Years Inspiring Unity Through Sport“ stand. Eine Veranstaltung von großer institutioneller und kultureller Bedeutung, die Teil der Feierlichkeiten zum 75-jährigen Bestehen der Bewegung war und Vertreter von Panathlon, internationale Referenten, Experten, junge Führungskräfte und Akteure aus der Welt des Sports zusammenbrachte.
Der Kongress wurde vom internationalen Präsidenten Giorgio Chinellato und vom Präsidenten der CCRE, Antonio Carlos Bramante, eröffnet, die ein interessantes Interview über die Ursprünge der Bewegung, ihre Rolle in der Gegenwart und die Herausforderungen, die sie in der Zukunft erwarten, führten.
Zwei intensive Arbeitstage stellten die Rolle des Sports als Instrument des Dialogs, der Zusammenarbeit, der Bildung, der Integrität, der Governance und des sozialen Zusammenhalts in den Mittelpunkt der Debatte. In der heutigen Welt steht Sport nämlich nicht mehr nur für Wettkampf, Ergebnisse oder Medaillen, sondern etabliert sich zunehmend als universelle Sprache, die Grenzen, Kulturen und Zugehörigkeiten überwinden und Begegnungsmöglichkeiten schaffen kann, auch dort, wo der institutionelle Dialog auf größere Schwierigkeiten stößt.
Der Kongress wurde mit einer Begrüßung durch den internationalen Präsidenten Giorgio Chinellato eröffnet und setzte sich mit der Eröffnungsrede von Prof. Thierry Zintz fort, die sich der Sportdiplomatie und der Fähigkeit des Sports widmete, Verständnis, Zusammenarbeit und positive Beziehungen zwischen Völkern und Gemeinschaften zu fördern.
An der ersten Podiumsdiskussion, moderiert von Antonio Carlos Bramante, Präsident der Kommission für Kultur, Forschung und Bildung von Panathlon International, nahmen Maria Beatriz Rocha Ferreira, Vizepräsidentin der ICSSPE, Fahmida Faiza, Expertin für Sportdiplomatie, und Guillermo González López, Präsident des Panathlon Club Colombia, teil. Die Beiträge hoben den Beitrag von Panathlon International zur Sportdiplomatie durch die Förderung der positiven Werte des Sports hervor.
Besondere Aufmerksamkeit galt auch der jungen Generation, mit der Podiumsdiskussion „Youth Participation in Sport Governance: from Principles to Practices“. An der Diskussion nahmen Fabio Figueiras, Mitglied der CCRE von Panathlon International, Tiago Guilherme von ENGSO Youth, Matilda Tommasi, Präsidentin des Panathlon Junior Trieste Muggia und Mitglied der CCRE von Panathlon International, sowie Berber Swart, IOC Young Leader, teil. Die Debatte unterstrich, wie wichtig es ist, junge Menschen nicht nur als Protagonisten des Sports, sondern auch als aktive Akteure beim Aufbau der Governance und der Zukunft des Sports zu fördern.
Das Thema Fairplay und bewährte Praktiken wurde zudem durch die internationale Ausstellung „Best Practices Showcase“ hervorgehoben, die von Alina Baranova, Sander Renson und dem Generalsekretariat kuratiert wurde und 47 herausragende Projekte präsentierte, die von Panathlon-Clubs aus aller Welt gefördert wurden. Der zweite Tag des Kongresses war dem Thema „Shaping the Game: Europe’s Role in the Future of Sport“ gewidmet. Nach der Eröffnung der Tagung sprachen Stanislas Frossard, Sportdirektor des Europarats, Chiel Warners, Technischer Direktor des Niederländischen Leichtathletikverbands, und Georg Häusler, Direktor der GD EAC Sport der Europäischen Kommission.
Viel Raum wurde den Diskussionsrunden über Integrität im Sport und gute Sport-Governance aus europäischer Perspektive eingeräumt. An der von Dr. Cleo Schyvinck moderierten Podiumsdiskussion zum Thema Integrität nahmen Chiel Warners, Guy Goudesone und Michele Colucci teil. An der von Georg Häusler eingeleiteten und von Philippe Vlaemminck moderierten Podiumsdiskussion zum Thema gute Governance beteiligten sich Prof. Bram Constandt, Walter De Beauvesier Watson und Sven Demeulemeester.
Fabio Figueiras sprach in seiner Eigenschaft als Compliance & Regulatory Manager von KPMG Schweiz, bevor Antonio Carlos Bramante die Schlussworte übernahm und die Kongressarbeiten mit der Betonung des Wertes des Austauschs sowie der Bedeutung der weiteren Stärkung der kulturellen und erzieherischen Rolle von Panathlon International abschloss.
Der Kongress in Gent bekräftigte nachdrücklich die Mission von Panathlon International: einen Sport zu fördern, der erzieht, verbindet, inspiriert und zum Aufbau einer gerechteren, respektvolleren und solidarischeren Gesellschaft beiträgt. Anlässlich des 75-jährigen Bestehens bekräftigt die Bewegung ihr Engagement für Ethik, Sportkultur, Integrität, Fairplay und die aktive Beteiligung der neuen Generationen.



